Sonntag, 10. März 2013

Vorankündigung "Sonnwende" Teil 2

Und weiter geht es mit der Vorankündigung von "Sonnwende"
Es folgt nun ein Interview, geführt von Stefan Koschitzki

Ein Interview mit unserem Manga-Star zu seinem aktuellen Comic „Sonnenwende“, der auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vom 14. – 17. März 2013 Premiere feiert.

 Liebe Laura, wie oft warst du schon auf der Leipziger Buchmesse dabei?

Mein erster Besuch war 2005, mit meinen Freunden, als Besucher. Ich war immer ganz aufgeregt einen Tag auf der Messe zu verbringen.
Seit 2010  bin ich als Aussteller auf der Messe im Dojinshi-Markt anzutreffen. Das ist ein Markt, wo Künstler der Manga-Szene die Möglichkeit haben, eigene Produktionen, Zeichnungen und Merchandiseprodukte  zu verkaufen.


Ist das stressig? Wie muss man sich das vorstellen? Was du dort machst?

Oh ja! Besonders Samstag, wo der Besucherandrang sehr groß ist und man kaum in der Halle treten kann. Der Stress beginnt ja schon in der Vorbereitung: Motive für Poster, Postkarten und Co. anfertigen, in den Druck geben, den Stand in Gedanken schon mal aufstellen, Karten besorgen und, und, und....  Ich bin seit 2011 die ganzen 4 Tage auf der Messe. Dort verkaufe ich meine Produkte, zeichne kleine Aufträge und unterhalte mich mit den Leuten, die sich für meinen Stil interessieren. Manchmal kommt es schon vor, dass man vergisst etwas zu essen und zu trinken. 



Gibt es sonst große Events, bei denen du dabei bist und wo?

Events gibt’s  das ganze Jahr über deutschlandweit. Die nächste größte Veranstaltung ist die MMC ( MegaMangaConvention ) und Animaco ( Anime und Manga Convention ) in Berlin, die sich alle zwei Jahre abwechseln.
Aber ich liebe auch kleinere Events, wie die „Micoro no Demaco“ in Dessau-Roßlau oder den Comicgarten in Leipzig, der im September stattfindet. Jede Veranstaltung hat ihren Reiz. Außerdem besuche ich gern: DeDeco (Dresden), Bimaco (Bitterfeld-Wolfen),  Contaku (Magdeburg). 



Wie viele Comics hast du bislang veröffentlicht und welche?

Mit dem Debüt "Dawn of the Moon" (2009, Machtwortverlag) habe ich in der Mangaszene  Fuß gefasst. Seit 2012 produziere ich aus eigener Hand. So entstand mein Kurzmanga "Royal flush" zu Hause, angefangen vom Zeichnen, über Lettern, Drucken, Schneiden bis zum Binden. Dadurch lernte ich alle Produktionsschritte autodidaktisch. Weitere Kurzgeschichten, die ich selbst veröffentlicht habe sind "Bärenkind" und mein ganz neues Werk "Sonnwende".


Das klingt sehr selbständig.  Erfährst du dennoch Unterstützung?

Wie schon gesagt, "Dawn of the Moon" wurde vom Dessauer Machtwortverlag veröffentlicht. Ich bin auch sehr froh darüber, denn ohne diese Veröffentlichung hätte ich es wahrscheinlich nie so weit gebracht. Unterstützung bekomme ich auch von meiner Familie, von meinen Freunden und natürlich von meinen Fans.

Worum geht es bei "Sonnenwende" und warum hast du jetzt ausgerechnet diesen Comic gezeichnet / geschrieben?

In Sonnwende geht es um zwei Mädchen, welche die Aufgabe haben die Sonnwenden zu bewachen. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Tage länger und die Nächte kürzer oder die Nächte länger und die Tage kürzer werden. Es ist eine reine Fantasy-Geschichte auf einer lustigen Art und Weise erzählt und gezeichnet. 




Gibt es persönliche Parallelen zu deinen Figuren? Wie weit bist du selbst "Manga"?

Man sagt mir oft, dass ich selbst wie eine Manga-Figur aussehe. Da muss ich immer schmunzeln. Wie auch in der Romanliteratur kommt es manchmal vor, dass der Autor eigene Charakterzüge in die Figur hineinlegt. Das ist unumgänglich und es macht die Figuren auch interessanter, wenn man ein bisschen aus dem eigenen Alltag in die Werke einfließen lässt. 



Gehört "Manga" zu deinem Alltag? Macht es dich glücklich?

Ich denke schon, dass ich ohne dieses "Handwerk" nicht leben könnte. Nach der Arbeit zeichne ich mindestens eine Stunde in meinem Arbeitszimmer. Es gibt aber auch Tage, an denen ich eine Auszeit benötige, um künstlerische Blockaden zu lösen. Denn auch ich habe mal ein „Krea-Tief“.



Warum bist du jetzt bei der "Rossel-unArt" dabei und hat das Auswirkungen auf deine Kunst?

In Roßlau aufgewachsen, habe ich einen sehr großen Bezug zu meiner Heimatstadt. Selbst wenn ich jetzt nicht mehr hier wohne, aber dennoch hier arbeite, möchte ich mich durch die Künstlergruppe kreativ einbringen. Die Kombinationen aus verschiedenen Kunstformen ist sehr interessant und finde es großartig, dass eine solche Künstlerplattform jetzt Roßlau bereichert. 

Letztes Jahr habe ich meinen Kurzmanga "Bärenkind" gezeichnet, das auf dem Künstlerforum „Kunst-Stadt(t)-Mauer“ in Zerbst vorgestellt wurde und bei dem Projekt "Seid BÄReit!" mitwirkt. Dieser Manga hat meinen Ehrgeiz geweckt, weitere Manga zu zeichnen und zu veröffentlichen. 


Was ist dein nächstes großes Projekt?

Ein 24-seitiger Beitrag zu einer Anthologie, die ich mit einer Künstlerfreundin aus Erlangen selbst veröffentlichen will. Dort werden 8 Zeichner ihre Kurzgeschichten vorstellen. Die Anthologie wird zur Leipziger Buchmesse 2014  Premiere feiern. Weitere Infos gibt es unter: kawaii-anthologie.de


Dann wünsche ich dir alle Gute und weiterhin viel Kreativität und Mut zu Manga!
Dieses Interview führte Stefan Koschitzki mit der jungen Künstlerin. 



Vielen Dank an Stefan Koschitzki für das geführte Interview.
Den Doushinshi kann man ab 14.03.2013 auf der Leipziger Buchmesse an meinem Stand auf dem Doushinshimarkt für 3,50€ erwerben.
Eine Leseprobe gibt es unter der Rubrik Doushinshi



1 Kommentar:

Mandü hat gesagt…

seit 12 Jahren bin ich nun das erste Mal nicht auf der LBM :'(
hab bitte Spaß für mich mit ^.~
abe rich freu mich schon auf die MiCoRo no DeMaCo mit dir :D